SONNTAGSGRUß
2. Sonntag nach Trinitatis 2021
Lukasevangelium Kapitel 14
Da einer Jesus reden hörte, der mit zu Tisch saß, sprach er zu Jesus: Selig ist, der das Brot isst im Reich Gottes! Jesus aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist schon bereit! Da fingen sie alle an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und ein andrer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Wieder ein andrer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet; darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. Denn ich sage euch: Keiner der Männer, die eingeladen waren, wird mein Abendmahl schmecken.
Liebe Gemeinde,
wir hören im Evangelium die Geschichte von einem Menschen, der ein großes Abendmahl machte und viele dazu einlud.
Es klingt heute fast wie die Geschichte einer längst vergangenen Zeit. Ein großes Fest mit vielen Menschen. Wie gerne würden wir das einmal wieder erleben.

KleeblattMit einem Kleeblatt soll der Heilige Patrick

den Iren die Dreieinigkeit erklärt haben

                                   

 

Liebe Leseinnen und Leser,

Trinitatis - Dreieinigkeit, heißt dieser Sonntag. Alle guten Dinge sind drei, sagen wir. Wie im Glaubensbekenntnis: Ich glaube an Gott den Vater und Schöpfer, und an Jesus Christus, den Sohn und den Heiligen Geist. Die Dreieinigkeit.

Drei gute Dinge, möchte ich Ihnen heute erzählen.

 

Liebe Sonntagsgrußleserinnen und Leser! Pfingsten

Eine Dialogpredigt von Gudrun Schlottmann und Lara Lipsius:

Gudrun Schlottmann: Hand in Hand arbeiten sie. Die einen tragen Steine, andere fügen sie zusammen. Manche rühren Mörtel an. Alle wissen, was zu tun ist, viele Worte brauchen sie nicht. Sie haben einen Plan: Sehr hoch soll ihr Bauwerk werden!

So erzählt es die Bibel in der Geschichte vom Turmbau zu Babel:

1.Mose 11, 1-9: 1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. 2 Als sie nun von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. 3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel 4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut über die ganze Erde. 5 Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. 6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. 7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! 8 So zerstreute sie der HERR von dort über die ganze Erde, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen. 9 Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Welt Sprache und sie von dort zerstreut hat über die ganze Erde.

Plötzlich sorgt Gott für Verwirrung, eine Sprachverwirrung. Keiner weiß mehr, was der andere tut. Die Mauern werden schief, bröckeln ab. Sie sprechen keine gemeinsame Sprache mehr für ihr großes Projekt und verlieren einander aus den Augen.

Genter AltarHeiliger Geist

Ausschnitt aus der Anbetung des Lammes,

Genter Altar, S. Bavo, Gent, 1432, Jan van Eyck

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Pfingsten feiern wir das Fest des Heiligen Geistes. Wunderbar ist er, wie eine strahlend helle Sonne, deren Wärme und Lebendigkeit alles durchdringt und am Leben erhält und erhellt. So hat Jan van Eyck den Heiligen Geist auch gemalt: unsichtbar wie das Licht, stark und wirksam wie die Sonne.

Aber mir fällt in diesem Jahr eher eine ganz andere Geschichte der Bibel ein:

Jesus trifft auf einen von bösen Geistern besessenen Menschen. Er treibt die bösen Geister aus. Als sie Jesus kommen spüren, sein Wort hören, rufen sie verzweifelt: Wohin sollen wir denn? Und Jesus gebietet ihnen, in eine Herde Schweine zu fahren. Die Schweine werden daraufhin ganz verrückt und stürzen einen Abhang hinunter. Nicht mal die Schweine wollen die bösen Geister haben.
Ich kann mir vorstellen, wie die Menschen gelacht haben. Ja, so müssten die bösen Geister am besten immer entsorgt werden!

Am letzten Tag, dem Höhepunkt des Sukkotfestes, hatte sich Jesus hingestellt und rief dies: „Wer durstig ist, komme zu mir und trinke, denn er vertraut darauf, dass aus dem Inneren Flüsse lebendigen Wassers fließen werden; so sagt es die Schrift.“ Dies sagte er über die Geisteskraft, die sich denen schenkt, die an ihn glauben, auch wenn der Geist noch nicht wirkt, weil Jesus ihn noch nicht ausstrahlte. JohEv. Kap 7, 37-39

Kirschbaum im Regen
Liebe Gemeinde,
am letzten Tag des Erntefestes, an dem um ein regenreiches neues Jahr gebeten wird, tritt Jesus auf und lädt alle ein, ihren Durst bei ihm zu stillen. Welche Art Durst er stillen wird, hält Jesus offen. Ist es der Durst nach dem Lebenselement, ist es die Sehnsucht nach Gott, das Verlangen nach Seelenfrieden?

 
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