Himmelfahrt2

 Wir feiern Christi Himmelfahrt

 Ein eigenartiges Fest für uns heute, weil wir- ganz gemäß vieler biblischer Aussagen- uns diesen Vorgang sehr plastisch vorstellen. Da reist Jesus auf einer Wolke nach oben und ist dann bald außer Sicht. Ungewöhnlich und fantastisch scheint das, ist aber auch genauso unerklärlich, tröstlich und ermutigend wie das Auferstehungsgeschehen. Da hat einer den Tod überwunden und hier nun einen Weg zum Ort gefunden, an dem Gott wohnt und wo wir selig werden. Jedem Menschen, dessen Zugehörigkeit zu Jesus so eng ist, dass er ihm vertraut, wird das Gleiche geschehen. 

Gruß zum Sonntag Rogate am 9. Mai 2021
Gedanken zum Predigttext: Daniel 9,4-5.16-19

9.Mai2021Sonntagsruß

 

Liebe Gemeindeglieder!

Jetzt hilft nur noch beten.“ Ich war 15 Jahre alt und mit einer Jugendgruppe auf einem Zeltlager im Schwarzwald. Es war ein heißer Sommer, wunderbare Landschaft. Die Böden waren trocken, den ganzen Tag waren wir auf der Wiese des Zeltplatzes und im Wald unterwegs: Pfadfinderromantik. Dann braute sich ein schweres Unwetter zusammen. Vom Helferteam ging Beunruhigung aus, die Wetterprognosen waren wohl ebenso düster, wie der sich langsam zuziehende Himmel. Donnergrollen rückte näher. Blitze waren am Horizont zu sehen. Nichts gegen ein Sommerunwetter bei Trockenheit – aber unsere Zelte hätte es wohl ziemlich mitgenommen. Das erzählte unser Lagerleiter beim abendlichen Lagefeuer, als der Sturm merklich anzog. Als Pfadfinder waren wir natürlich vorbereitet – aber Manschetten hatten wir alle. „Jetzt hilft nur noch beten“, sagte er schließlich und schickte uns in un-sere Zeltgruppen zum Gebet. In der Tat, es wurde ein heftiges Unwetter in jener Nacht, aber unseren Zeltplatz hatte es fast komplett verschont. Ich erinnere mich bis heute, wie wir vor den Zelten saßen und beteten, Nachtwache hielten, um uns das Unwetter, aber über uns der Himmel, fast frei. Als wäre es links und rechts an uns vorbeigezogen. Für uns war das damals ein Wunder und bis heute verstehe ich nicht genug von Wetterkunde, um das zu erklären. Aber darauf kommt es auch gar nicht an. Für uns war klar: Gott hat uns bewahrt.

Liebe Leserinnen und Leser unseres Sonntagsgrußes,

das Bild zeigt einen Blick auf Athen, wo der Apostel Paulus eine Rede hielt.

(Apg. 17, 22-34):Athen

22 Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. 23 Denn ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. 24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. 25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. 26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, 27 dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. 28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. 29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. 30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. 32 Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören. 33 So ging Paulus weg aus ihrer Mitte. 34 Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.

Was macht eigentlich gute Werbung aus? Ich bin kein Fan davon, aber sie wird uns überall präsentiert. Ein interessantes Kriterium aus dem Internet: Gute Werbung ist die, die funktioniert. Ich füge hinzu: Dafür braucht es eine gute Strategie.

Kantate

 Liebe Leserinnen und Leser,

Kantate, das heißt singt! So heißt der heutige schöne 4. Sonntag nach Ostern. Ach, wer das doch könnte! Unwillkürlich denke ich an die vielen Gottesdienste ohne Choral, die vielen ausgefallenen Chorproben und die vielen Chorsänger und -hörer, die das Singen jetzt so bitter vermissen. Singet dem Herrn ein neues Lied. Zum Sonntag Kantate gehört der Psalm 96, der selbst ein Liedtext ist, dessen Melodie wir nur nicht mehr kennen.

Sonntagsgruß 18. April 2021
So spricht Gott der HERR: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR. Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.
Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will euer Gott sein, spricht Gott der HERR. Hesekiel Kapitel 34 in Auszügen

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Lucas Cranach d.J. Der gute Hirte, 1540

Liebe Gemeinde,
das Prophetenwort, welches für den heutigen Sonntag vorgesehen ist, ist für das Volk Israel bestimmt. Es wäre vermessen, wenn wir uns die darin enthaltenen Verheißungen einfach so zu eigen machten. Und dennoch bringen diese Worte in uns etwas zum Klingen. Sie zeugen von der großen Kraft, die jedem Gotteswort innewohnt und größer ist, als dass sie nur für ein Ereignis in der Geschichte gelten würde. Wahrscheinlich hat das etwas mit dem Bild zu tun, welches der Prophet verwendet. Erstaunlich, wie sich das Bild des guten Hirten als Leitbild für Gott bis ins unsere Zeit gehalten hat. Wir leben heute in Städten und auch die Landwirtschaft ist industrialisiert. Und doch ist gerade dieses Bild von Gott und seiner Fürsorge für uns Menschen geblieben. Dass Gott selbst das Hirtenamt übernimmt heißt dass es den Menschen gut geht, weil sie behütet leben können, besonders die Schwachen. Das hat bisher jedoch keine menschliche Herrschaftsform vermocht. Insofern steht die Erfüllung dieser Verheißung nicht nur beim Volk Israel noch aus. Sie hält aber immer noch die Sehnsucht danach wach.

 
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